Was macht eigentlich …

Maria Büeler Zischler

Mehr als zehn Jahre lang war sie als Marketing-, PR- und Event-Verantwortliche die wichtigste Stütze von Fritz Erni im Luzerner Hotel Montana. Und Erni, der mit dem Montana ein Hotel-wunder geschaffen hat, schwärmt bis heute von Maria Büeler Zischler,

die er auch mal als Genie bezeichnete. Nach der grossen Zeit am Vierwaldstättersee erfüllte sich die Absolventin der Hotelfachschule Luzern den Traum, ein eigenes Hotel zu führen. Sie wurde Direktorin im exklusiven Alden Hotel Splügenschloss, dem kleinsten Fünf-Sterne-Haus in Zürich. Nie hätte sie sich vorstellen können, die Hotellerie einmal zu verlassen. Bis eines Tages ein Headhunter auf sie zukam und ihr vom Schmuck- und Uhrenunternehmen Cartier erzählte. Es sei ein Angebot auf dem Silbertablett gewesen, sagt Maria Büeler Zischler. Und weil sie schon mehr als 20 Jahre in der Hotellerie tätig war, dachte sie, sie könnte es doch eigentlich mal probieren.


Acht Jahre war sie dann Boutique Manager bei Cartier in Luzern, zwei Jahre in Wien. Weil ihre grossen Stärken im Verkauf liegen und das Administrative immer mehr Zeit in Anspruch nahm, entschloss sie sich im vergangenen April für einen Wechsel. Als Privat Client Manager beim Cartier-Konkurrenten Bucherer kann sie sich nun voll auf Kundinnen und Kunden konzentrieren, die sich für hochwertigen Schmuck interessieren und eine persönliche Ansprechperson wünschen. Meist ist sie jetzt an der Zürcher Bahnhofstrasse anzutreffen, aber nicht nur: Die fünfsprachige Maria Büeler Zischler berät Kundinnen und Kunden in allen Städten Europas mit Bucherer-Juweliergeschäften. Und falls jemand eine Beratung in seinen privaten Räumlichkeiten wünscht, ist das selbst-verständlich auch möglich.


Das Schöne an der Schmuckbranche seien die Emotionen, sagt Maria Büeler Zischler. Dass man die schönen Momente der Kunden miterleben kann. Von der Verlobung über den runden Geburtstag und den Hochzeitstag bis zum beruflichen Highlight. «Es ist Luxus pur.» Von ihren Erfahrungen in der Hotelbranche hat sie dabei enorm profitiert. In Sachen Service-Excellence, Hospitality und Kundenverblüffung sei man in der Hotellerie schon vor zehn Jahren weit gewesen, sagt sie und erinnert sich: «Im Montana Luzern hatten wir sogar ein eigenes Kundenverblüffungskonzept entwickelt.»


Die Hotellerie ist ihre Lieblingsbranche geblieben. Mit Fritz Erni, aber auch

mit andern ehemaligen Montana-Leuten tauscht sie sich regelmässig aus. Ebenso mit der Hotelexpertin und Unternehmensberaterin Rena Stutz. Von ihr wurde sie nach der Hotelfach-schule in Sales und Marketing gecoacht, woraus eine Freundschaft entstanden ist. Und natürlich freut sie sich auf das Wiedersehen mit ehemaligen Kollegen aus der Hotellerie, die ebenfalls die Branche gewechselt haben. Mit Franz Reichholf zum Bei-spiel, dem früheren General Manager des Giardino Ascona. Er ist heute Chef von Bucherer Lugano. Und ihr Herz schlägt weiterhin für schöne Hotels, wobei diese nicht zwangsläufig fünf Sterne haben müssen. In Wien hat sie immer wieder einfachere, aber tolle Häuser entdeckt: «Das Josefine oder das Motto etwa – und deren Bars.»

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