Das Saanenland entwickelt und finanziert die digitale Zukunft gemeinsam

Gstaad Saanenland Tourismus, Tourismus Adelboden-Lenk-Kandersteg und Lenk-Simmental Tourismus vertiefen die vor zwei Jahren begonnene Zusammenarbeit in der Digitalisierung. Im Sommer startete Phase zwei des Projekts «Berner Oberland West – gemeinsam digital».

Die Projektphase ist abgeschlossen und legte die konzeptionellen Grundlagen. Es wurde ein Verständnis dafür entwi-ckelt, wie und in welcher Form bei der Digitalisierung zusammengearbeitet werden soll. Zudem wurden erste IT-Systeme gemein-sam evaluiert und beschafft. Albert Kruker, Direktor von Lenk-Simmental Tourismus, zieht eine positive Zwischenbilanz: «Die Konzeptionsphase hat unsere Tourismusorganisationen näher zusammen gebracht und uns klar die Vorteile einer Zusammenarbeit im an -spruchsvollen Thema der Digitalisierung aufgezeigt.»


Das Projekt «Berner Oberland West – gemeinsam digital» wird von der Neuen Regionalpolitik (NRP) des Bundes unterstützt. Zudem wird es begleitet durch die conim ag, die touristika GmbH und die Forschungsstelle Tourismus CRED-T der Universität Bern.


Gemeinsame Finanzierung

In der zweiten Phase wird nun die Zusammenarbeit weiter intensiviert. Das IT-Management wird harmonisiert, wo es sinnvoll und möglich ist. Es wird gemeinsam beschafft, eingeführt und betrieben. Der Einsatz von Mitarbeitenden in der Digitalisierung, im Marketing und in weiteren Bereichen sowie die Einhaltung der Richtlinien des Datenschutzes werden destinationsübergreifend koordiniert. Dazu gehört auch eine nachhaltige Finanzierungslösung für die Umsetzung der digitalen Transformation und der digitalen Gästekarte. Flurin Riedi, Tourismusdirektor der Destination Gstaad erklärt: «Auch wir spüren den Fachkräftemangel. Durch die destinationsübergreifen de digitale Zusammenarbeit können wir Synergien nutzen und gleichzeitig Fachkräften attrak-tive Arbeitsplätze anbieten.»


Digitalisierung für die Gäste

Die Nutzung von Verbundvorteilen optimiert die Investitions- und Betriebskosten der Digitalisierung und verbessert ausserdem die Qualität. Die Inhalte der Webseiten und die digitalen Berührungspunkte sind gästespezifisch entwickelt worden. Die Gäste profitieren von attraktiven Angeboten und Erlebnissen. Auf Wunsch können sie beispielsweise mit dem digitalen Concierge oder dem individuellen Reisebegleiter verschiedene Angebote buchen. Mittelfristig soll ein Marketing nach Gästesegmenten möglich werden. «Die Webseiten unserer drei Organisationen werden ab Dezember 2023 die gleiche technologische Basis haben und können dennoch pro Destination individuell ausgespielt werden», freut sich Dominique Lüthy, Geschäftsführer von Tourismus Adelboden-Lenk-Kandersteg. Von den Schnittstellen sowie den digitalen Plattformen profitieren auch die Hotels, Bergbahnen oder Skischulen.



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