Restaurant OZ auf der grossen Schlossbühne

Restaurant OZ auf der grossen Schlossbühne

Der Genuss-Kraftort für zwölf Gäste, befindet sich beim Caminada-Schloss Schauenstein.

 

Wer kennt sie nicht, die Bücher und den Film Der Zauberer von Oz? Am hie­si­gen, zauberhaften Ort jedoch stammt «Oz» vom rätoro­ma­nischen Wort für «heute» und gehört zum vegetarischen Restaurant, das der raf­­­fi­nierten Kochkunst mit erntefrischem Ge­müse eine grosse Bühne bietet und be­­reits mit einem Michelin-Stern, 16 GaultMillau-Punkten sowie dem grünen Mi­­­­­chelin-Stern für nachhaltiges Arbeiten ­be­­lohnt wurde.

Allein das Ankommen ist Genuss. Im Domleschg, dem sonnigsten aller 150 Bündner Täler, liegt Fürstenau, das kleinste Städtchen der Schweiz. Es erhielt bereits 1354 das Stadtrecht und ist stolze Besitzerin von zwei Schlossgebäuden. Das eine, Schloss Schauenstein, mit seinen Neben­gebäuden, ist das Reich von Zauberer ­Andreas Caminada. Ein weiterer Bündner Zauberer, der grosse Architekt Gion A. Caminada, ist der Erbauer der neben dem Schloss gelegenen Casa Caminada. Hier können Gäste stilvoll übernachten, dies aber nur nebenbei.

 


Die kulinarische Zukunft beginnt jetzt 
Wir kümmern uns um das bisher jüngste Kind von Andreas Caminada in Fürstenau, das vegetarische Restaurant Oz. Innen­architektin Carmen Gasser Derungs und ihr Partner Remo Derungs, Innenarchitekt / Designer, erhielten von Caminada den Auftrag, das «Oz» zu gestalten, allerdings ohne gleich zu Beginn der Planung zu wissen, dass der gewünschte «Chefs Table» ein Ort für rein vegetarische Ge­­nüsse werden sollte. Heute kommen nun die Gäste eigens deshalb, weil sie neugierig sind, was die Chefköche um Simeon Nikolov kredenzen, deren Speisekammer die Permakultur-Gärten, Felder und Wälder vor der Tür sind. Statt an einzelnen Tischen sitzen die Gäste an einem Tresen, der sich wie ein Hufeisen um die offene Küche zieht. So können sie aus nächster Nähe zusehen, wie Gericht um Gericht unter den geschickten Händen des Küchenteams entsteht. Der intime Rahmen des Lokals erlaubt es, der Magie des Moments Rechnung zu tragen und jeden Tag von Neuem ganz spontan zu entscheiden, wohin die kulinarische Reise gehen soll.


 

Die Innenarchitektur unterstützt den Zauber
Carmen Gasser Derungs und Remo De­­rungs hatten rasch klare Vorstellungen, wie der Raum am besten den Gästen wie dem Angebot gerecht wird. Gemeinsam mit dem Lichtdesigner und Innenarchi-­tekt Michael J. Heusi entwarfen sie das Konzept. Wobei, es sei noch einmal gesagt, Architektur, Innenarchitektur und Licht, aufeinander abgestimmt, wie ein gut sitzender Schuh passen müssen, egal ob für zwölf oder 120 Gäste.

Carmen Gasser Derungs erklärt: «Im ‹Oz›, das Platz für maximal zwölf Personen ­bietet, sitzen die Gäste an einem langen Tresen, sehen dem Küchenteam bei der Arbeit zu und geniessen, was nach und nach vor ihren Augen entsteht. Als wir mit der Arbeit begannen, fanden wir eine ziemlich dunkle, kleine Remise vor, in direkter Nachbarschaft zum herrschaft­lichen Schloss, eine anspruchsvolle Aufgabe. Wir wollten dennoch den Charakter des Lokals bewahren und haben mit lokalen Handwerkern und Materialien gear­beitet, mit bestehenden Holzdielen für den Boden, die Decke und den grossen Tresen, haben alle Wände in einem dunklen Blau gestrichen, welches sich schliesslich auch als genau richtig für die gereichten Speisen erweist. Unverzichtbares Einrichtungs­element sind die bequemen, nordisch inspirierten Sessel, schliesslich dauert die entspannte Menüfolge mehrere Stunden.» 

Gut zu sehen auf den Bildern, was vor Ort professionell eingesetztes Licht bewirken kann. Dazu Michael J. Heusi: «Das gepflegt schattige Licht schmeichelt mit einem warmen Farbton und bester Farbwiedergabe dem Teint der Gäste. ­Gläser, Besteck und Geschirr sind mit ­Brillanzpunkten belegt und die Speisen erstrahlen als perfekt arrangierte Farbkompositionen. Jeder Besuch ist so auch ein visuelles Fest und trägt wesentlich zum kulinarischen Genuss bei». Die Beleuchtungsanlage hat eine überzeugende Einfachheit und besteht aus wesentlich drei Komponenten. Die richtbaren Strahler folgen dem Tresen und leuchten die Gäste und die kredenzten Speisen ein. Pendelleuchten mit schmuck gerippten und gut entblendeten Glasschirmen über der oberen Etage des Tresens inszenieren die Köch:innen und ihre Tätigkeiten. Beide Komponenten sind an einer präzise ge­­setzten Parallelstruktur von Stromschienen montiert. Die dritte Komponente sind Stehleuchten, die den Sesseln zur Seite gestellt sind und so kleine Lichtinseln bilden. Im «Oz» findet ein Licht- und Schattenspiel in einem exklusiven Raum statt und verzaubert die Gäste.

 

 

Bautafel

Bauherrschaft: Caminada Group
Innenarchitektur: Gaser, Derungs Innenarchitekturen GmbH
Lichtdesign: MICHAELJOSEFHEUSI GmbH
Leuchten: Viabizzuno; Baltensweiler
Sessel: Spisolini Armchair, Fogia

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