Wellness ist ein bewusst gestaltetes Erlebnis, das sowohl Körper als auch Geist regeneriert. Gleichzeitig wächst der Druck, Erlebnisse zu schaffen, die zwar spektakulär, dennoch funktional, sicher und wirtschaftlich sind.
Neue Erlebnistrends aus dem Norden verändern den Markt: Show-Formate und thematisierte Erlebnisse prägen die Entwicklung grosser Saunalandschaften. Erlebniswelten werden durch Angebote wie Waldbaden, Eisbaden, Saunaboote oder See-Saunas ergänzt. Es besteht der Wunsch nach geräumigeren Kabinen, hochwertigerem Equipment und einem Design, das sowohl Rückzug als auch Austausch ermöglicht.
Form folgt Funktion, Sicherheit geht vor Optik
Trotz ästhetischer Trends bleibt die zentrale Frage, wie sich Design mit ökologischem Bewusstsein und sicherem Betrieb in Einklang bringen lässt. Rutschige Beläge in Nasszonen, die selbst in Fünf-Sterne-Hotels zu den allgegenwärtigen Warnschildern am Eingang führen, sind ein praktisches Beispiel. In den meisten Fällen ist das falsche Material die Ursache. Das richtige Material ist hier Pflicht – und wichtiger als jeder Farbtrend. Auch in Dampfbädern erfolgt der Wechsel von Mosaiken zu grösseren Formaten aus Feinsteinzeug oder Naturstein, da diese hygienischer, langlebiger und leichter zu reinigen sind.

Nachhaltigkeit beginnt im Detail
Es sind häufig Kleinigkeiten, die auf den ersten Blick unbedeutend erscheinen, die die späteren Betriebsausgaben prägen. Übergrosse Fusswärmebecken verbrauchen unnötig Wasser und komplizierte Duscharmaturen verursachen Fehlbedienungen und Verschwendung. Deshalb umfasst nachhaltiges Spa-Design auch einfache Technik, niedrige Unterhaltskosten und Materialien, die langfristigen Hygienestandard gewährleisten. Salzwände, Eisräume oder Schneekabinen ziehen zwar die Blicke auf sich, sollten jedoch aus energetischen Gründen sinnvoll in die Anlage eingepasst werden.
Kommunikationszonen: ein unterschätzter Trend
Der Spa ist schon lange nicht mehr nur ein Rückzugsort. Menschen jeglicher Art suchen dort nach Austausch und Nähe: Junge und Alte, Singles und Paare. Stille Ruhezonen lassen sich ideal durch separate Kommunikationsräume oder runde Fussbäder ergänzen. Von entscheidender Bedeutung ist eine eindeutige Aufteilung, die die verschiedenen Bedürfnisse berücksichtigt.

Neue Technologien und Energiekonzepte
Wellnessanlagen der Zukunft werden durch Technologie geprägt sein: KI-gestützte Überwachung, verbesserte Wasseraufbereitung mit AFM-Filtern und intelligente Systeme zur Wärmerückgewinnung werden den Ressourcenverbrauch reduzieren und die Betriebssicherheit erhöhen. Auch im Sauna- und Duschbereich wird das Prinzip «Keep it simple» umgesetzt: intuitive, robuste und effiziente Systeme.
Wellness der nächsten Generation
Die Wellnessanlage der Zukunft wird modular, gesünder und individueller gestaltet sein. Und sie wird durch individuell anpassbare Erlebnisse, mehr Privatzonen, digitale Begleitung und funktionale Gestaltung geprägt sein.

