Jetzt ist klar: Für das Finale der Schweizer Meisterschaft für Kochlernende
haben sich sechs Talente qualifiziert.
Fast zwei Stunden wird kein Wort gesprochen: Sechs renommierte Profiköche aus der ganzen Schweiz haben sich in Münsingen eingefunden, um 118 Dossiers zu sichten. Es sind die Hauptgerichte zum Thema «Best of lamb», mit denen sich Lernende im zweiten oder dritten Ausbildungsjahr für gusto26 beworben haben. Nun wählt eine Selektionsjury des Schweizer Kochverbandes die besten sechs Einsendungen aus. «Bei der Auswahl der Jurymitglieder ist uns jeweils wichtig, dass möglichst alle Regionen der Schweiz vertreten sind», so Reto Walther, Geschäftsführer des Schweizer Kochverbandes.
Jedes Jurymitglied benotet an diesem Nachmittag jedes Dossier anhand des eingereichten Fotos und Kurzbeschriebs nach Kriterien wie Innovation, Harmonie und Handwerk. Der Kochverband hat im Vorfeld sämtliche Dossiers anonymisiert – für die Beurteilung sind die Lernenden jetzt nur noch Nummern. «Sollte trotzdem jemand ein Dossier oder einen Kochstil wiedererkennen, tritt er in den Ausstand», weist gusto-Jurypräsident Yanick Mumenthaler an. Anschliessend wird konzentriert gearbeitet, ein
hohes Mass an Fachkompetenz, Seriosität und Einfühlungsvermögen ist gefragt. Nicht zuletzt, weil die Speisen nicht verkostet werden können. Für die Profis kein Problem, sie erkennen schnell, was handwerklich und geschmacklich Potenzial hat. Eine Wettbewerbsaufsicht schaut derweil, dass alles fair abläuft. Mumenthaler betont: «Unser oberstes Ziel ist eine faire und anonyme Auswahl der Dossiers.»

Zweiter Durchgang führt zu Entscheid
Nach dem ersten Durchgang gibt es eine Pause, während die Wettbewerbsaufsicht die Punkte zusammenrechnet. Anschliessend startet die zweite Runde. Für die besten zwölf Dossiers nehmen sich die Profis etwas mehr Zeit. Kurz wird diskutiert: Haben alle zwölf die Wettbewerbsaufgabe auch wirklich erfüllt? Anschliessend vergeben erneut alle Jurymitglieder ihre Punkte. Am Schluss liegen die Punktetotals sehr nahe beieinander. Als Yanick Mumenthaler die führenden Nummern aber vorliest, bestätigt die Jury einstimmig ihren Entscheid. Damit stehen die gusto26-Finalteilnehmenden fest: Vivien Burkhard, Schüpbärg-Beizli, Schüpfen; Mateo Hoefliger, Casino Bern, Bern; Jelena Hopf, Mille Sens, Bern; Livia Küry, Restaurant Gotthard, Goldau; Tiziano Palazzo, The Omnia, Zermatt und Flurina Schibig, Seehotel Waldstätterhof, Brunnen.
Am 26. März 2026 treten die sechs jungen Talente im finalen Wettkochen der Schweizer Meisterschaft für Kochlernende gegeneinander an, organisiert von Transgourmet/Prodega unter dem Patronat des Schweizer Kochverbandes. Wer die Aufgabe am besten gelöst hat, erfahren sie einen Tag später, am 27. März, bei der Rangverkündigung im Kursaal Bern. Neben dem Schweizer Meistertitel warten auf den Gewinner oder die Gewinnerin zwei Wochen in Chicago mit Einblicken bei Grant Achatz im Drei-Sterne-Restaurant Alinea. mm/sl

