Sechs Fragen an …Urs Wietlisbach

Urs Wietlisbach gründete 1996 zusammen mit Alfred Gantner (Besitzer des Maiensässhotels Guardaval in Lenzerheide) und Marcel Erni die Partners Group, einen auf Privatmarktanlagen spezialisierten Vermögensverwalter. Die drei schrieben in der Folge eine der tollsten Erfolgsgeschichten der Schweizer Finanzindustrie. Wietlisbachs Vermögen wird vom US-Magazin «Forbes» auf zwei bis drei Milliarden ­Dollar ge­­schätzt.

Hatten Sie schon immer den Traum vom eigenen Hotel?

Nein. Von Fussballklubs und Hotels wollte ich eigentlich immer die Finger lassen.

Und trotzdem haben Sie per Ende Mai das traditionsreiche 5-Sterne-Hotel Arosa Kulm gekauft.

Der bisherige Besitzer, der deutsche Stahlunternehmer Jürgen R. Grossmann, hatte nach zwei Jahrzehnten genug und wollte schon seit längerer Zeit verkaufen. Ich besitze in Arosa eine Wohnung und habe auch viel Geld ins Bergrestaurant Alp­Arosa investiert, das aus drei ehemaligen Ställen entstanden ist. Es ist heute übrigens ein Juwel, das schönste und charmanteste seiner Art weit und breit.


Sie kamen also mit Grossmann ins Gespräch und wurden sich rasch einig?

So rasch ging das nicht. Er träumte von einem Fantasiepreis und musste erst heruntergeholt werden.


Und wie geht es jetzt weiter mit dem Kulm?

Neben dem Hotel sind seit drei Jahren Wohnungen geplant. Jetzt können wir dann endlich bauen und werden mit dem Wohnungsverkauf die Renovation des Hotels finanzieren. Ein neuer, starker und prominent besetzter Verwaltungsrat wird die Ausrichtung des neuen Kulm ­fest­legen. Noch wissen wir nicht genau, wie wir uns positionieren, welches Gäste­segment wir hauptsächlich ansprechen wollen.


Haben Sie auch einen Abriss und ­Neubau in Erwägung gezogen?

Auch das haben wir angeschaut, aber es geht aus verschiedenen Gründen nicht. Und das Kulm hätte seine Seele verloren.


Wie soll sich das Kulm der Zukunft dereinst präsentieren?

Es soll ein ausgesprochen schönes, ganzjährig geöffnetes Hotel mit fünf Sternen sein. Im Sommer soll es eine schwarze Null schreiben – und im Winter Geld verdienen.

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