Forschungs-Millionen für ­Innovationen in Tourismus und Hospitality

Tourismus-Branche und Forschung spannen zusammen. Die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, ist das Ziel.


Führende Schweizer Hochschulen und Tourismusakteure arbeiten gemeinsam an einem Flagship-Projekt zur Verbesserung der Resilienz, Wettbewerbsfähigkeit und Innovation im Schweizer Tourismus. Die EHL Hospitality Business School koordiniert das von Innosuisse kofinanzierte Projekt im Umfang von rund 5,5 Millionen Franken im Namen von sechs akademischen Institutionen und 32 verschiedenen Industriepartnern.

Das Projekt «Resilienter Tourismus», das von führenden Schweizer akademischen Institutionen gefördert wird, wird von Innosuisse und beteiligten Partnern wie SBB, Swisscom, HotellerieSuisse und an­­deren finanziert. Es zielt darauf ab, die Datafizierung des Reisesektors in der Schweiz zu unterstützen. Innosuisse ist die Innovationsagentur des Bundes mit dem Auftrag, die wissenschaftsbasierte Inno­vation im Interesse von Wirtschaft und Gesellschaft zu fördern.


Die neue Flagship-Initiative umfasst vier unabhängige, aber miteinander verknüpf­te Projekte, die darauf abzielen, eine Na­­tionale Dateninfrastruktur für den Tou­rismus zu schaffen, um Datenproduzenten und -anbieter mit Datennutzern zu ver­­netzen (1. Projekt). So sollen innovative Dienstleistungen, Geschäftsmodelle und Prozesse entwickelt werden (2. Projekt). Es sollen resiliente Tourismussysteme im Einklang mit den UNO-Zielen für nach­haltige Entwicklung gestaltet werden (3. Projekt). Unterstützt wird das Projekt-Netzwerk durch die Koordination, Or­chestrierung und Kommunikation bestehender Erkenntnisse, um das aktuelle Wissen aller Tourismusakteure in der Schweiz zu nutzen und gemeinsames Wissen zu schaffen (4. Projekt). Angelegt ist das Forschungsprojekt auf vier Jahre mit dem Ziel, dank einer verbesserten Data-Intelligence-Strategie die Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und Nachhaltigkeit des touristischen Ökosystems in der Schweiz zu stärken.

Das sind die vier sich ergänzenden Teil­projekte zur besseren Data-Zukunft des Schweizer Tourismus:

1. Nationale Dateninfrastruktur

Nationale Dateninfrastruktur für den ­Tourismus – Leitung: Hochschule Lu­­zern (HSLU). Andreas Liebrich, Professor am Institut für Tourismus der HSLU, meint: «Viele Datenpunkte im Tourismus und in verwandten Branchen sind ein blinder Fleck für Tourismusfachleute. Dieses Projekt wird Schlüssel­daten sichtbar und nutzbar machen, um Effizienz und Inno­vation voranzutreiben.»


2. Digitale Dienstleistungen

Gestaltung von digital unterstützten Dienstleistungen, Geschäftsprozessen und Geschäftsmodellen – Leitung: Universität St. Gallen (UNISG). Christian Laesser, Professor für Tourismus- und Dienstleistungsmanagement, UNISG, sagt: «Indem wir Ex­­perten aus Wissenschaft und Wirtschaft zusammenbringen, wollen wir neue Ge­­schäftsmodelle entwerfen, die Margen und Profitabi­li­tät verbessern und gleichzeitig einen Mehrwert für die Gäste schaffen.»

3. Resiliente Systeme

Analyse und Gestaltung resilienter Tou­rismussysteme vor dem Hintergrund der SDG – Leitung: Fachhochschule Westschweiz, Wallis (HES-SO VS). ­Ro­­land Schegg, Professor am Institut für Tou­rismus der HES-SO VS, meint: «Globale ­Krisen wie die Covid-Pandemie ­zeigen, dass wir ein tieferes Verständnis der ­sy­stemischen Risiko­fak­toren im lo­kalen und regionalen Tou­rismus benötigen, so dass Reise­destinationen besser gerüstet sind, um mit Unsicherheiten umzugehen. Un­­sere Forschung wird einen Beitrag zur re­­gionalen In­­novationspolitik und zu Investitionsstrategien leisten.»


4. Kommunikation orchestrieren

Koordination, Orchestrierung und Kom­munikation – Leitung EHL Hospitality Business School & Institut für Tourismus und Freizeit, FH-Graubünden. Alessandro Inversini, Professor an der EHL, sagt: «Die Schweizer Tourismusbranche verfügt über ein enormes Wissen und Know-how, aber wir müssen sicherstellen, dass dieses Wissen geteilt und zum Nutzen aller eingesetzt wird. Das bedeutet, dass wir auf die Be­­dürfnisse unserer direkten Branchenpartner hören und zusammenarbeiten müssen, um eine offene, kooperative und resiliente Zukunft für den Schweizer Tourismus und die gesamte Hospitality-Industrie aufzubauen.»

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