Nachhaltigkeit bedeutet nicht Verzicht, sondern bietet Chancen für eine Neuorientierung, auch in der Hotelküche. Es bedarf nicht immer grosser Änderungen, um nachhaltig zu handeln – bereits kleine Anpassungen können einen massgeblichen Einfluss haben. Diese Investition wird nicht nur die Umwelt danken, sondern auch die Gäste, die zunehmend Wert auf eine nachhaltige Küche legen.
1. Regionalität und Saisonalität
Nachhaltigkeit beginnt bereits beim Einkaufen. Restaurants, die auf regionale und saisonale Küche setzen, vermeiden lange Transportwege und unterstützen dabei die lokale Wirtschaft. Zusätzlich sind insbesondere Gemüse und Früchte, die direkt vom Feld kommen frischer, was die Qualität des Essens steigert.
2. Vegane Optionen
Laut der Fachzeitschrift «Nature Foods» sind tierische Produkte für 57 Prozent der Emissionen im Ernährungsbereich verantwortlich. Deshalb empfiehlt es sich, vegane Optionen für Vorspeisen, Hauptgerichte und Desserts anzubieten. Wenn das Angebot überzeugt, entscheiden sich auch Gäste, die sonst Fleisch essen, für vegane Gerichte.
3. Verpackungen vermeiden
Verzichten Sie, wenn immer möglich, auf Einwegverpackungen. Glasflaschen beispielsweise sind nicht nur umweltfreundlicher als PET, sie wirken auch hochwertiger. Auch Produkte wie Honig, Konfitüre oder Saucen, die häufig in kleineren Mengen serviert werden, lassen sich von einer grossen Packung in kleine Glasschälchen abfüllen – ein wirksames Mittel gegen plastikverpackte Produkte.
4. Foodwaste reduzieren
Die effizienteste Massnahme, Foodwaste zu verringern, ist der Verzicht auf Buffets. So ansprechend ein opulentes Angebot auch ist, am Ende des Tages bleiben viele Reste übrig. Eine Option beim Frühstück sind beispielsweise Frühstücksplatten, die ein wenig von allem beinhalten, und von denen die Gäste nach Belieben nachbestellen können.
Ein weiterer Trick, um Foodwaste zu reduzieren, ist die Anmeldung bei «Too Good to Go». So können allfällige Reste ganz einfach mittags und/oder abends als Überraschungspakete angeboten werden.
5. Umweltfreundliche Reinigungsprodukte
Hygiene ist in Restaurants das A und O. Doch Reinigungsmittel mit starken Chemikalien schaden nicht nur der Umwelt, sie können sich auch negativ auf die Gesundheit der Mitarbeitenden auswirken. Der Wechsel zu umweltfreundlicheren Alternativen lohnt sich deshalb gleich doppelt.
6. Energieeffiziente Geräte
Energieeffiziente Maschinen können den Energieverbrauch ihres Restaurants signifikant reduzieren. Deshalb lohnt es sich beim Kauf von neuen Geräten darauf zu achten. Auch wenn gewisse Geräte anfangs teuer erscheinen mögen, spart man langfristig, da mit geringerem Stromverbrauch günstigere Stromrechnungen einhergehen.
7. Wasserverbrauch reduzieren
Während in der Küche wassersparende Geschirrspüler und das bewusste Abstellen von Hähnen den Wasserverbrauch reduzieren können, helfen zusätzliche Wasserhähne und Toiletten in WCs mit geringem Durchfluss und Regenwasser-Spülungen den Wasserverbrauch zu senken.
8. Recycling
Konsequente Abfalltrennung sorgt dafür, dass Rohstoffe nicht im Restmüll landen, sondern recycelt werden. Das ist nicht nur umweltfreundlich, sondern spart auch Entsorgungsgebühren.
