Die Herausforderung ist bekannt, Lösungen werden seit langer Zeit händeringend gesucht: Die Branche ächzt unter Fachkräftemangel, was umso mehr belastet, da die Auslastung aktuell bei vielen Häusern erfreulich ist. Das eine Patentrezept gibt es sicher nicht. Aber zum Strauss von möglichen Verbesserungen zählt auf jeden Fall das Thema Weiterbildung. Darum macht dies Sinn:
- Die Mitarbeitenden fühlen sich wertgeschätzt. Dies steigert ihre Motivation und ihre Loyalität zum Betrieb.
- Die Qualität im Betrieb steigt durch besser qualifizierte Mitarbeitende. Dies bringt neue Impulse, entlastet das ganze Team und freut die Gäste.
- Auch wenn die Mitarbeitenden eines Tages den Betrieb wechseln, stärken sie mit ihren Fähigkeiten immer noch die Branche als Ganzes und damit auch deren Reputation als attraktive Arbeitgeberin.
Klar ist aber auch: Wenn Mitarbeitende sich weiterbilden lassen, ist dies mit Kosten und Zeitaufwand verbunden. Dies kann insbesondere für kleinere und mittlere Betriebe eine Herausforderung sein. Die Branche hilft sich jedoch selbst und zwar mit dem Subventionsprogramm «Weiterbildung inklusive» des Landes-Gesamtarbeitsvertrages (LGAV).

Subventionen und Arbeitsausfallersatz
Der L-GAV des Gastgewerbes unterstützt die Aus- und Weiterbildung mit äusserst grosszügigen Beiträgen. Aktuell werden über 40 Angebote finanziell unterstützt. Von der Basisqualifikation bis zum Nachdiplomstudium wird dabei der gesamte Bildungsweg finanziert. Je nach Lehrgang beträgt die Finanzierung mehrere tausend Franken.
Auch die Betriebe erhalten in den meisten Fällen eine finanzielle Entschädigung. Mit dem Arbeitsausfallersatz können die Umtriebe, welche dem Betrieb durch die Weiterbildung der Mitarbeitenden während der Arbeitszeit entstehen, finanziert werden.

Beispiel: Mitarbeitende zu Allroundern machen (lassen)
Einige Lehrgänge werden sogar vollständig vom L-GAV finanziert, wie etwa die berufsspezifischen Sprachkurse oder die Basisqualifikation «Progresso» in diversen Fachbereichen. Der Progresso-Lehrgang «Allrounder» spricht dabei Hotelbetriebe speziell an: Er vermittelt kombinierte Grundkenntnisse in den Fachbereichen Küche, Service und Hauswirtschaft. So können Mitarbeitende zum Beispiel morgens beim Zimmermachen, über Mittag in der Küche und am Nachmittag beim Aufdecken für den Abendservice eingesetzt werden. So können Lücken in verschiedenen Bereichen während der Spitzenzeiten überbrückt werden.
Weitere Informationen:
