Im Namen der zukunftstauglichen Effizienz

Im Namen der zukunftstauglichen Effizienz

Der Hotelier Sonderteil öffnet Blicke hinter die technischen Kulissen des Hotelbetriebs. Eine nachhaltige Gebäudeautomation kann bereits beim Hotelbau mitgedacht werden. Wer zukunftsfähig bleiben will, sieht hier strategische Kernaufgaben.

Text: Corinne Kneubühler, Bild: Bauarbeiter posieren vor der Holzschalung und den Armierungseisen des «Systems Hennebique», der erst wenige Jahre zuvor erfundenen Eisenbetonkonstruktion. Foto Baustelle Hotel Palace um 1905 © Stadtarchiv Luzern (F2 PA 2/22:01).

Was bedeutet es heute, ein Hotel zu bauen und zu betreiben? Die Antwort ist vielschichtiger geworden. Energiekosten, Gästeerwartungen, Barrierefreiheit, Nachhaltigkeit und Digitalisierung greifen ineinander und verlangen Lösungen, die über das Sichtbare hinausgehen. Dabei zeigt sich: Die grössten Hebel liegen oft nicht im Spektakulären, sondern im Durchdachten: in der richtigen Technologie am richtigen Ort, im interdisziplinären Zusammenspiel und in der Bereitschaft, bestehende Strukturen neu zu denken.

Die Beiträge dieses Sonderteils beleuchten das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln: BMS-Energietechnik berichtet am Beispiel des Hotel Drei Quellen Therme, wie 170 PVT-Solarmodule kombiniert mit einer eXergiemaschine die Energiekosten nahezu halbieren, und wie sich eine solche Investition innerhalb von sieben Jahren amortisiert.
Die Hotelinnovativ AG demonstriert, wie smarte Raumsteuerung über das System Roomio Gäste begeistert und gleichzeitig Betriebskosten senkt – vom automatisierten Willkommensmoment bis zur intelligenten Klimasteuerung.
Die Nosag AG macht deutlich, dass Barrierefreiheit im Pool- und Wellnessbereich kein Nice-tohave mehr ist, sondern ein handfestes Qualitätsmerkmal, zumal Lösungen existieren, die Gästen echte Autonomie ermöglichen und die gleichzeitig das Personal entlasten.
Die Gschwend AG Gastrobau zeigt, wie Umbauten mit Bestand und Identität umgehen können – und warum interdisziplinäre Teams dabei den Unterschied machen.
Und schliesslich verdeutlicht das Beispiel der Backpackers Villa Sonnenhof in Interlaken, wie das Topten-Förderprogramm nachhaltige Geräteinvestitionen wirtschaftlich attraktiv macht.

Was sich ablesen lässt: Der Hotelbau bewegt sich weg vom reinen Neubaudenken hin zur intelligenten Weiterentwicklung. Energieautonomie wird zur Investitionsstrategie. Automatisierung dient nicht nur der Effizienz, sondern dem Erlebnis. Und Inklusion sowie Nachhaltigkeit sind keine Imagethemen mehr – sie rechnen sich.

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