Das Architektenbett. Mehr Raum durch schwebende Optik

Das Architektenbett. Mehr Raum durch schwebende Optik

Form follows Leichtigkeit. Mit dem Architektenbett hat der Architekt Ulrich Pape eine Lösung ­entwickelt, die den Raum nicht «vermöbelt». Er räumt radikal auf und hinterlässt ein bequemes Bett, das im Raum zu schweben scheint, ja, es denkt den Raum mit.

 

Das Architektenbett, freistehend oder an der Wand montiert, spielt mit der Schwerkraft: Die Matratze balanciert auf einem Block, der Stauraum und Abstellmöglichkeiten bietet, aber auch als Gegen­gewicht dient. Das Bett ist grosszügig in seinen Dimensionen, ohne dabei massig oder erdrückend zu wirken. Das Geheimnis liegt in der Konstruktion, die eine fast schwebende ­Liegefläche auf einem soliden, zurückgesetzten Fundament balancieren lässt. Der Raum gewinnt so an Luftigkeit und lässt den Blick frei schweifen. 

Für beide Varianten trifft zu: Das Spannbetttuch verdeckt die gesamte Bettkonstruktion aus Stahl. In einem Aluminiumprofil am Stahlrahmen befinden sich dimmbare LEDs, die nach unten strahlend dem Bett Leichtigkeit verleihen. Es fasst Bettgestell, Nachttisch, Nachtleuchte und Kopfteil zu einem einzigen, spannenden Solitär zusammen. Eine unter dem Bett versteckte, geräumige Schublade ersetzt den klassischen Nachttisch. Buch, Wasserglas und Ladekabel verschwinden dezent aus dem Blickfeld und nichts stört die puristische Ästhetik.

 

 

Auch das Kopfteil wurde neu gedacht: Zwei scheinbar frei in der Luft stehende Kopfkissen bilden eine flexible und komfortable Rückenlehne. 

Ein weiterer, nicht zu verachtender Vorteil liegt für die Hotel­mitarbeiter:innen in der zeitsparenden Reinigung. Nichts steht mehr im Weg und muss zur Seite gerückt werden. 

Bei der Vorstellung des Architektenbettes während der letzten Monate konnte sein Designer sowohl an den Blickfang-Messen in Hamburg, Basel und Zürich Kontakte zu innovativen Hoteliers knüpfen, deren Projekte sich gerade in der Planung oder Bauphase befinden. In Hamburg wurde Pape der Designpreis Blickfang Hamburg 2025 verliehen.

www.pa-ul.com

Zurück zu den Artikeln