Das Edelstahlbecken im Rampenlicht

Das Edelstahlbecken im Rampenlicht

Der Pool, als Herzstück jedes Hotel-Spas, muss sich in die Architektur einfügen und pflegeleicht und langlebig sein. Christian Wyss, Geschäftsführer der Mauchle Pool AG, verrät, worauf es sich zu achten gilt. Bild oben: Alpine SPA Bürgenstock Resort.

Text: Corinne Kneubühler

Seit 30 Jahren baut die Mauchle Pool AG in Sursee Edelstahlbecken – und das mit gutem Grund. Christian Wyss bringt es auf den Punkt: «Edelstahl bietet eine Kombination aus Langlebigkeit, Hygiene und Gestaltungsfreiheit, die mit anderen Systemen kaum erreichbar ist.» Gerade in der Hotellerie, wo der Pool nicht nur Erholungsort, sondern auch Visitenkarte des Hauses ist, überzeugt das Material auf ganzer Linie.

In das richtige Material investieren
Was auf den ersten Blick teurer erscheint als Beton oder Kunststoff, relativiert sich beim genauen Blick auf die Lebenszykluskosten erheblich. «Grundsätzlich gehen wir bei Edelstahlbecken von einer Lebensdauer von mindestens 50 Jahren aus – deutlich länger als andere herkömmliche Schwimmbäder. Entsprechend lohnt sich ein CNS-Pool in jedem Fall», erklärt Wyss. Edelstahlbecken heizen sich zudem dank ihrer guten Wärmeleitfähigkeit schneller auf als Betonbecken, was die Energiekosten senkt. Die Kompatibilität mit Wärmepumpen, Solarthermieanlagen und anderen Heizsystemen ist dabei vollumfänglich gewährleistet.

Frostbeständig und wartungsarm
Saisonale Hotels profitieren von einem weiteren Vorteil: «Edelstahl ist frostunempfindlich. Das Risiko von Abplatzungen, wie sie bei Beton auftreten, ist geringer – und der Pool bleibt auch bei Nichtbenützung problemlos gefüllt», so Wyss. Der Wartungsaufwand ist überschaubar: Wyss empfiehlt, das Becken regelmässig mit klarem Wasser abzuspritzen und mindestens einmal jährlich zu entleeren, um es zu reinigen und zu passivieren. Die standardmässig geschliffene Edelstahloberfläche hat sich im Unterwasserbereich langfristig bewährt; elektropolierte Teile ausserhalb des Wassers – etwa Geländer oder Nackenschwallduschen – reduzieren den Reinigungsaufwand zusätzlich.

Frutt Mountain Resort, Melchsee Frutt


Die richtige Legierung zählt

Immer mehr Hotels setzen auf Salzelektrolyse oder Solebecken. Edelstahl meistert beide Anforderungen – allerdings gilt es, die richtige Materialgüte zu wählen. «Im Normalfall werden Hotelpools in Materialgüte 1.4404 ausgeführt. Diese Blechqualität funktioniert auch mit einer Salzelektrolyse, weil bei diesem System kein Salz direkte Berührung mit dem Edelstahl hat. Es wird lediglich Chlor aus Kochsalz gewonnen», erklärt Wyss. Anders verhält es sich bei einem echten Solebad: «Wenn ein spürbarer Salzgehalt im Wasser gewünscht wird, muss zwingend mit einer höher legierten und entsprechend auch teureren Chromstahllegierung gearbeitet werden.» Nur so kann die Korrosionsbeständigkeit garantiert werden. Für Hoteliers bedeutet das: Die Wahl des Beckenmaterials hängt nicht nur von der Optik, sondern auch vom geplanten Betriebskonzept ab. 

Architektonische Gestaltungsfreiheit
Hotels, die auf individuelle Designs setzen, treffen mit Edelstahl die richtige Wahl. «Einem Edelstahlbecken von Mauchle Pool AG sind praktisch keine architektonischen Grenzen gesetzt», betont Wyss. Ob Infinity-Pool mit makellosen Spiegeleffekten oder raffiniert in die Wandkonstruktion eingelassene Scheinwerfer – das Unternehmen realisiert Bäder, die sich nahtlos in die Architektur einfügen. Was zählt, ist dass das Bad zum Gebäude passt und den Ansprüchen gerecht wird.

Kurze Sperrzeiten 
Ein grosser Vorteil für den Hotelbetrieb ist die kurze Installationszeit. «Grössere Elemente können in der Werkstatt vorgefertigt werden, was die Montagezeit reduziert. Austrocknungszeiten wie bei Beton oder Platten entfallen ganz», erklärt Wyss. Da die meisten Pools aus Einzelelementen vor Ort verschweisst werden, ist die Mauchle Pool AG auch bei engen Zugangsverhältnissen flexibel. In einem besonders anspruchsvollen Projekt wurde das Material sogar per Helikopter angeliefert, um die termingerechte Wiederöffnung eines Luxushotels während der Zwischensaison sicherzustellen. Ausserdem setzt das Team um Christian Wyss Wert auf eine ausführliche Beratung vor Ort. Von der Planung bis zur Fertigung und Montage, wie auch nach der Umsetzung steht die Mauchle Pool AG der Kundschaft zur Verfügung und zeichnet sich durch kurze Reaktionszeiten und sehr hohe Flexibilität aus.

Edelstahl für Nachhaltigkeit
Für Hotels, die sich nach Green-Key oder anderen Nachhaltigkeitsstandards zertifizieren lassen möchten, ist auch die vollständige Recyclingfähigkeit von Edelstahl ein starkes Argument. «In der heutigen Zeit legen Hotelbetriebe und ihre Gäste sehr grossen Wert auf Nachhaltigkeit», so Wyss. Wer in einen Edelstahlpool investiert, tut dies nicht nur mit Blick auf Qualität und Langlebigkeit, sondern auch im Sinne einer zukunftsfähigen, ressourcenschonenden Infrastruktur. 

mauchlepool.ch

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